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Reise Vogtland 2011

Sehen Sie hier viele Eindrücke unerer schönen Ausflugsfahrt ins Vogtland 2011.

Akkordeonfabrik Harmonia in Klingenthal

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Bad Elster

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Bad Schlema

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Bergwerk

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Horch-Museum

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Fahrt und Hotel

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Raumfahrtmuseum

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Schneeberg

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Vogtland Arena

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Göltzschtal

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Zwickau

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Reisebericht

Fahrt ins Vogtland vom 05.-11.08.2011

Am 05.08. um 7.00 Uhr starten 43 Freunde und Mitglieder des OHV unter der Leitung von Erika und Eckhard Eifler in Richtung Vogtland. Unterwegs sind einige Rätsel zu lösen. Die Köpfe der Mitreisenden rauchen. Es gibt rege Diskussionen. So wird die Fahrt nicht langweilig.
Um 15.30 Uhr erreichen wir das Hotel Forstmeister in Schönheide.
Der Wirt begrüßt uns in seiner Heimatsprache (sächsisch).

06.08.
Nach Regen, Donner und Blitz in der Nacht scheint am Morgen die Sonne und der 1019 m hohe Auersberg ist klar zu sehen.
Wir fahren nach Morgenröte-Rautenkranz, der Geburtsstätte des ersten deutschen Weltraumfahrers Sigmund Jähn, zur Raumfahrtaus-
Stellung. Alle Teilnehmer sind beeindruckt von den Exponaten, die die Geschichte der bemannten Raumfahrt von den Anfängen bis zur heutigen Weltraumstation ISS, darstellen. Unsere Museumsführerin
kann zu allen Fragen detailliert und engagiert Auskunft geben. Ein weiterer Höhepunkt in der Ausstellung: der 3D-Film über die Weltraumstation ISS und Bilder vom Weltall. Den Standort der ISS im Weltall kann jeder im Internett unter www.heavens-above.com abfragen.
Am Nachmittag erkunden wir Bad Elster. Wer hat den Namen schon einmal gehört? Ein kleines gepflegtes Kurbad mit vielen Problemen durch die Gesundheitsreform erfahren wir von der Gästeführerin.
Im Naturtheater der Stadt hören wir bei bestem Wetter die 12 Tenöre
(12 junge Männer verschiedener Nationalität). Sie begeistern uns mit Liedern aus Oper, Operette und Musical.

07.08.
Heute besuchen wir Zwickau – eine Auto- und ehemalige Bergbaustadt.
Das Horch-Museum, 2004 in dem alten Horch-Werk entstanden, stellt die Automarken Horch, DKW, Audi, Wanderer und Trabant aus.
In Zwickau-Mosel steht das neue VW-Werk mit 6.300 Beschäftigten. Am Nachmittag lernen wir mit Hartmut und Christine Schröter, Bekannte von Eiflers, die Innenstadt mit vielen sanierten Gebäuden kennen. Große Probleme hat die Stadt mit Geländeeinbrüchen von bis zu 9 m und Setzrisse an den Gebäuden verursacht durch die bis in 800 Tiefe abgebaute Steinkohle.
Die Göltzschtalbrücke ist unser nächstes Ziel. Die in den Jahren 1846 bis 1851 aus 26 Mio. Steinen erbaute größte Ziegelsteinbrücke der Welt ist 78 m noch und 574 m lang und sieht aus wie neu. Für das Baugerüst wurden alleine 230.000 Baumstämme benötigt. Würde ein Bauwerk unserer Zeit aus Stahlbeton 160 Jahre überstanden haben? Sie liegt auf der Eisenbahnstrecke Dresden – Nürnberg. Am Fuße der Brücke essen wir Vogtländer Spezialitäten: Kartoffelkuchen und Eierschecke.

08.08.
Im Besucherbergwerk Tannenberg fahren wir ein. So heißt es, wenn man ein Bergwerk besichtigt. Warm angezogen, mit Helm versehen, gehen wir 600 m in den Berg hinein, erfahren vieles über den Abbau von Zinn und Topas im 20. Jahrhundert und auch davor. Selbst die fahrbare Toilette durfte nicht fehlen. Am Ende des Tunnels erwarten uns Schmalzbrote und Glühwein.
Am Nachmittag erleben wir einen weiteren Höhepunkt des Vogtlandes –
die Vogtland-Arena in Klingenthal. Europas modernste Sprungschanze wurde 2006 eingeweiht. Sie wird im Sommer und Winter genutzt. Wenn keine Skisprungveranstaltungen stattfinden, gibt es Open air Konzerte mit bis zu 33.000 Besuchern.
Oben auf dem Schanzenturm stellen alle fest: Wie gut, dass wir hier nicht runterspringen müssen. Der Schanzenwart Matthias Buse, Skisprungweltmeister 1978 führt uns engagiert durch die Anlage.

09.08.
Heute fahren wir wieder nach Klingenthal. Unser Ziel ist die Harmona - älteste Akkordeonmanufaktur der Welt. Hier stimmt der Begriff Manufaktur, alles wird von Hand gemacht. In einem Gebäude aus dem Jahre 1961 dürfen wir den ca. 80 Mitarbeitern über die Schulter schauen. Sie bauen mit ca. 5000 Handgriffen und aus 2500 Einzelteilen „Weltmeister“ Akkordeons zusammen. Das 2. Standbein ist die Wartung und Reparatur von Akkordeons. Hoffen wir, dass der Betrieb überleben kann.
Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Erika und Eckhard haben aber trotzdem ein Programm zu bieten. Entweder eine Exkursion mit einer „Kräuterhexe“ oder eine Wanderung mit einem alten Schönheider. Die Teilnehmer der Kräuterexkursion erfahren viel über den Nutzen der Kräuter. Die andere Gruppe kennt jetzt Schönheide besser. Der Ort mit ca. 5.000 Einwohnern (1960 noch 8.000)ist 5 km lang. Es gibt dort Bürstenproduktion, Vogtländer Schnitzkunst z.B. Schwibbögen, 2 Eisengießereien mit ca. 300 Beschäftigten. Das Programm wird abgerundet mit einem zünftigen Grillabend – „keiner soll hungern und dursten“.

Der 10.08., vorletzter Tag, führt uns nach Bad Schlema, mitten in die Uranerzbergbauregion. Hartmut Schröter war 40 Jahre bei der Wismut als Geophysiker tätig und kann uns erschöpfend Auskunft geben über die Arbeit unter Tage und die Rekultivierung der Landschaft. Das Museum im ehemaligen Kulturhaus „Aktivist“ der Wismut gibt uns zusätzliche Eindrücke über den Bergbau in Thüringen und Sachsen und die Entwicklung danach. Bis zu 28.000 Menschen haben täglich im Berg gearbeitet und 231.000 t Uran „zum Wohle der Sowjetunion“ gewonnen.
Von den 48 Abraumhalden (311 Mio m⊃3;) und großen Gelände- einbrüchen ist nichts mehr zu erkennen. Jetzt ist alles grün, zum Teil bewaldet, so als wenn nichts gewesen wäre. Die Sicherung und Überprüfung der Sanierungserfolge dauert aber noch mindestens 30 Jahre. Bis heute wurden über 6 Mrd. € benötigt. 1600 Mitarbeiter sind bei der Wismut GmbH heute beschäftigt, die die gewonnenen Erfahrungen auch weltweit einsetzen.
Heute ist Bad Schlema ein Ort in dem man Urlaub machen, baden, wandern oder nur faul sein kann.
Nach so vielen Informationen besuchen wir zum Abschluss die Stadt Schneeberg. Sehr schön restauriert, viele Häuserfassaden aus dem Barock und mit Granit gepflasterte Strassen. In der Kirche finden wir einen Altar aus der Schule von Lucas Cranach dem Älteren gemalt im 16. Jahrhundert.

Am 11.08. fahren wir an Erfurt und der Wartburg vorbei bis nach Einbeck. Die Mittagspause und der Gang durch die schöne Fachwerkstadt gibt Kraft für die letzte Etappe. Um 19.30 Uhr erreichen wir wieder Ganderkesee.
Eine schöne Fahrt in eine Gegend, die für uns noch ein weißer Fleck auf der Landkarte war, geht zu Ende. Wir haben viel gelernt und auch gesehen. Dafür vielen Dank an Hartmut und Christine Schröter. Wir wissen jetzt auch, dass der Soli gut angelegt wurde.
Ein Dank an unseren 3. Reiseleiter Bernd Schneider, der aus dem Vogtland kommend, einiges erzählen und uns über kleine Strassen die Schönheit der Region zeigen konnte. Natürlich geht ein besonderer Dank an Erika und Eckhard, die die Idee hatten, dort hinzufahren.
Es hat wirklich alles gepasst. Wir freuen uns schon auf die nächste Fahrt.