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Heimat stellt sich uns in vielfältiger Form dar. Hier soll ein Versuch unternommen werden, den Begriff "Heimat" ins Bewusstsein zu rufen; ihn sozusagen "umweltfreundlicher" zu machen.

Vielleicht ist es jedoch angebracht, eine Hilfestellung bei dieser Definition anzubieten; zumindest da, wo Heimat als ein veralteter Ausdruck für ein Gefühl angesehen wird, das man besser in der Mottenkiste lässt. Es passt nicht zum Image des Managers oder der emanzipierten Frau; es passt nicht auf die Visitenkarte.

Versuchen wir, Heimat geografisch zu erfassen, so wird es kaum präzise gelingen. Ein Niedersachse oder Westfale, der im Elternhaus wohnt, wird vermutlich einen Umkreis von 50 Kilometern oder seinen Landkreis als seine Heimat betrachten; lernte er etwa in Rio oder Tokio einen Schwaben kennen, so wird er ihn dort wahrscheinlich als einen Freund aus der Heimat ansehen und vorstellen.

Auch eine Betrachtung unter dem Aspekt einer „kulturellen Heimat“ ist ungenau,
denn die Vielschichtigkeit des Kulturbegriffs wird ganz andere Maßstäbe setzen, als der geografische Rahmen.

Man hat oder findet eine religiöse, eine politische oder rechtliche, eine sprachliche oder ethnische Heimat. Und ist eine Zusammenfassung all dieser Begriffe nicht auch einem zeitlichen, einem geschichtlichen Wandel unterlegen?

Hiermit wird noch eine andere Dimension in die Betrachtung einbezogen. Wir sollten aber versuchen, unseren Anspruch auf Heimat unserer heutigen Zeit gemäß zu formulieren.

Wie passt aber dieser Anspruch zu der Tatsache, dass der Stellenwert im eigenen Bewusstsein uns zu unbedeutend erscheint? Er hat natürlich wenig Beziehung zum täglichen Leben, zum Stress der modernen Industriegesellschaft. Er widerspricht teilweise sogar fortschrittlichen Ideen und Planungen, indem er sich kritisch mit ihnen auseinanderzusetzen versucht.

(Muss ein Landkreis der Kreisreform zum Opfer fallen?)

(Wäre durch eine flexiblere Auslegung der Baugesetze nicht manches alte Haus zu retten?)

(Sollen so viele Bäume dem Straßenbau weichen?)

Solche und ähnliche kritische Fragen müssen natürlich fundiert sein. Es müssen Alternativen in die Auseinandersetzung gebracht werden.

Wenn erkannt wird, dass der Weg in die Zukunft auf Dauerhaftigkeit geplant werden muss, so muss man auch das Recht (und die Pflicht) auf Heimat als ein wichtiges Kriterium mit erkennen.

Oder: Man kann ruhigen Gewissens das Recht auf Heimat nur beanspruchen, wenn man bereit ist, an der Zukunft der Heimat mitzuarbeiten.

Hier wiederum scheiden sich die Geister. Während die einen meinen, es sei gut, die Gunst der Stunde zu nutzen, alles an progressiven Ideen durchzusetzen und sich keine Gedanken um die Späne zu machen, die beim Hobeln abfallen, sind die anderen bemüht, zwar neue Erkenntnisse und Ideen zu prüfen, sie jedoch nicht vorbehaltlos zu akzeptieren. Ökonomische Gesichtspunkte, Modernisierungsmaßnahmen, Zeitanpassung und viele andere Motive können unbedingt heimatbezogen sein, sind jedoch meist nur kurzfristig ausgelegt. Ruhe, Erholung, gesunde Umwelt und heile Natur aber sind Forderungen, die nach langfristiger Verwirklichung verlangen.

Auch diese Forderungen haben sich ganz ohne Zweifel der Zeit anzupassen. Es nützt nichts, undurchführbare Vorstellungen verwirklichen zu wollen und dabei den Sinn für die Realität zu verlieren. Gleichwohl aber ist es angebracht, drastische Veränderungen unserer Heimat (oder Umwelt) an der Geschichte zu prüfen.

Hier setzt also die Pflicht ein. Wir sind unseren Vorfahren für vieles dankbar, was sie uns zu erhalten wussten. Auch wir wollen uns den Dank weiterer Generationen sichern, indem wir diese Pflicht ernst nehmen und damit beginnen, die Heimat in unserem Bewusstsein aufzuwerten.

"Pflege und Sicherstellung unseres Kulturgutes und Brauchtums..." und "Schutz der Umwelt vor schädlichen Einflüssen". Diese Worte aus der Satzung des Orts - und Heimatvereines sagen ganz deutlich, wo die Schwerpunkte der Vereinsarbeit liegen. Politisch neutral, aber dennoch engagiert soll auf lokaler Ebene versucht werden, Heimatsicherung zu betreiben. Dabei ist es nur natürlich, dass diese Arbeit jedem zu Gute kommen soll; jedem, der seinerseits bereit ist, seine Ansprüche ernst zu nehmen.